Die Psychologie: Bondagen

Psychologie: Bondagen
Bondagen bedeuten Knechtschaft oder Unfreiheit im Englischen. In der BDSM – Szene nennt man das auch Einschränkung der Bewegungsfreiheit oder Praktiken zur Fesselung. Im Vordergrund steht dabei in erster Linie die sexuelle Stimulation. Aus dem Spektrum der BDSM – Spielarten sind Bondagen einer der bekanntesten Praktiken. Sie wird oft mit anderen Praktiken kombiniert, von spielerischer Verwendung bis hin zur professionellen Anwendung. Als einzelne Praktik in einer Session oder als Vorspiel eines erotischen Rollenspiels angewandt, aber immer im gegenseitigem Einvernehmen. Die Gründe für das Verlangen, gefesselt zu sein, sind verschieden und vielfältig. Es gibt eine Gruppe, welche im gefesselten Zustand zur Ruhe gelangen, sich auf ihr Innerstes nur dann voll konzentrieren können und sich so in dieser Passivität völlig frei fühlen. Andere kämpfen dagegen an, empfinden Schmerzen und an den Begrenzungen fast masochistisches Vergnügen, eine Art Lustschmerz. Die erotische Stimulation durch den Partner ist unabwendbar, sie fühlen sich ohnmächtig. Ein Symbol der Herabsetzung. In der erotischen Unterordnung des Partners empfinden andere ihr Vergnügen, welche aktiv die Fesselung durchführen. Dabei wird ein Machtgefälle zusätzlich subjektiv empfunden. Fesselspiele existieren meist schon lange vor dem erstem Mal in der Fantasie. Sexuelle Vorlieben, Wünsche und Neigungen können ebenso vielseitig sein. So wünschen sich manche auch während ihrer Fesselspiele das Einbringen ihrer Vorliebe für Urin, in der Szene als Natursekt bezeichnet. Die Domina demonstriert durch das Verwenden des Natursektes im sexuellen Rollenspiel ihre Überlegenheit. Die meisten tragen ihre Fantasien als Last mit sich herum, weil ihnen der Mut fehlt, mit ihren Partnern über ihre sexuellen Wünsche und Vorlieben zu sprechen. Einige finden für sich die Möglichkeit, ihre bizarren sexuellen Neigungen mit Hilfe einer Domina auszuleben. Sich dort fallen zu lassen und frei zu fühlen. In ein anderes Ich schlüpfen als man im Alltag ist. Das stellt einen besonderen Reiz bei diesen Rollenspielen dar. Heutzutage wird über den Medienweg weitaus offener mit diesen Themen umgegangen als noch vor einigen Jahrzehnten. Da wurden sexuelle Fantasien und alles was dies betreffend anders war, verpönt. Sexualität ist ein Urtrieb, welcher sich nicht unterdrücken lässt. Die Freiheit der neuen Zeit, auch seinem Innersten freien Lauf zu lassen ohne verurteilt zu werden. Das ist einer der Gründe, das sich mehr und mehr Menschen ihrer Neugier ergeben und bizarren Sexpraktiken in ihrem Leben Raum lassen.

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