Geschirrspüler in Gewerbe und Industrie genutzt

Der Geschirrspüler gehört inzwischen zu den Standardgeräten bei der Küchenausstattung. Fast niemand kann sich noch seine Küche ohne dieses Elektrogerät vorstellen. Für viele ist das Elektrogerät nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken, aber bis zum Ende des 19ten Jahrhunderts, tatsächlich noch viel länger, reinigte man Geschirr noch mit der Hand. Es war eine Dame, die den ersten intakten Geschirrspüler erfand, denn das von ihr gebaute Gerät war im Gegensatz zu allen bisher erfundenen voll funktionsfähig. Ihr Großvater hatte sich schon dem Erfinden gewidmet, so verwundert es nicht, dass sie sich ebenfalls damit auseinandersetzte. John Buttler, ein Bauingenieur, unterstützte sie dabei, 1886 ein Gerät zu erfinden, mit dem es zum ersten Mal möglich war, das Geschirr automatisch zu spülen.

Sie kam aus einem wohl situierten Hause und wollte es nicht länger mit ansehen, dass beim Abwaschen des Geschirrs durch die Angestellten oft Teller und anderes zerbrachen. Selbst wollte sie natürlich auch nicht das Geschirr spülen. Auf der Weltausstellung in Chicago 1893 bekam sie sie schließlich für ihre Schöpfung, den Geschirrspüler, den Preis für „die beste mechanische Konstruktion, Alterungsbeständigkeit und Zweckentsprechung“. Die ersten Geschirrspüler ließ sie anfänglich von einer Fremdfirma bauen, die Kooperation währte allerdings nur ein paar kurze Jahre. Mit ihrer persönlichen Firma „Cochran’s Crescent Washing Machine Company“ übernahm sie die Herstellung und den Vertrieb der Gerätschaften. Am Anfang waren die ersten Firmenkunden im gewerblichen Umfeld zu finden, Gaststätten und Hotels waren als erste in der Lage, sich die nagelneuen Geschirrspüler zu finanzieren. Das Gerät hielt seinen Einzug in den privaten Haushalt erst in den 60er Jahren des 20sten Jahrhunderts. Zuvor benutzte man noch die herkömmliche Methode, das Geschirr zu reinigen. Die Abwaschmaschine zählt in heutiger Zeit häufig bereits zur Grundausstattung eines Haushalts und so ist es nicht verwunderlich, das fast 65% der Haushalte im Jahre 2009 schon ein solches Gerät hatten.

Geschirrspüler auf dem neuesten Stand haben verschiedene Spülprogramme, mit denen die Dauer und auch die Temperatur des Wassers ausgewählt werden. Das normale Programm besteht aus einem Spülgang, wo die Temperatur des Wassers auf 55 bis 70 Grad aufgewärmt wird, und einem Klarspülgang. Beim Klarspülgang ist die Temperatur in der Regel etwas wärmer als beim normalen Spülgang, in diesem Fall wird das Wasser auf etwa 65 bis 85 Grad erhitzt. Erstmal wird das Geschirr im Spülgang sorgfältig gereinigt, anschließend sorgt der Klarspülgang dafür, dass mögliche Reste von Reinigungsmitteln entfernt und unschöne Kalkflecken verhindert werden.

Wie bei vielen anderen Geräten gibt es ebenfalls beim Geschirrspüler bestimmte Normen. Je nach Einsatzziel, ob im eigenen Haushalt oder im Gewerbe bzw. Industrie, gilt es bestimmte Richtlinien einzuhalten. Die haushaltsüblichen Spülmaschinen sind normalerweise 60 cm breit und in ihnen ist Raum für 12 bis 14 Maßgedecke. Kleiner demgegenüber, nämlich nur 45 cm breit mit einem Volumen für 9 Maßgedecke, sind die sogenannten Single Geschirrspülmaschinen. Geschirrspüler, die in Gewerbe und Industrie genutzt werden, unterscheiden sich von den Haushaltsgeräten in der Regel dadurch, dass der Geschirrtransport bzw. –logistik unabhängig vom Vorgang der Reinigung stattfindet. Kleinere Maschinen haben in diesem Fall einen Korb, in den das Geschirr gestellt wird, größere Apparaturen benutzen ein Förderband.

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