Sich im Wohnstudio Ideen holen

Schöpferische Personen sind nie unterbeschäftigt, denn sie sind fortwährend auf der Suche nach neuen Gegenständen, Umgebungen, Mittel, um Nagelneues zu kreieren. Daher hat sich eine eher kleine Clique an Menschen – Maler, Musiker und Handwerker – zusammengeschlossen und hat ein Aktion mit dem Titel „Wohnstudio“ ins Leben gerufen. In diesem Wohnstudio steht Kreativität an oberster Stelle. Junge Leute sollen sich diesbezüglich anregen und beiderseits unterstützen. Doch vordergründig muss für dieses Aktion ein geeignetes Objekt gefunden werden, in dem das Wohnstudio möbliert werden kann. Dazu wird die komplette Stadt durchsucht, denn es sollte mit öffentlichen Fortbewegungsmitteln erreichbar sein und tunlichst zentral sein. Nach zahlreichen Besichtigungen und Abwägen der dafür sprechenden und dagegen sprechenden Aspekte der jeweiligen Objekte kam man zum Entscheid, sich dem „Wohnstudio“ in spe mit kleinem Innenhof, nicht weit von Öffis und Kaufhalle entfernt sowie sympathischer Umgebung zu entscheiden. Da ein paar Arbeiten von den Handwerkern durchgeführt werden und der Vermieter von dem Sozialprojekt angetan ist, ist ebenfalls der Mietpreis akzeptabel.

Nach der Besichtigung durch alle Beteiligten wurde ein erster Entwurf für das neue Wohnstudio erstellt. Die zukünftigen Benutzer des Wohnstudios halfen dem Team schon jetzt in deren Freizeit bei den Umsetzungsarbeiten und man bemerkte schon jetzt etliche kreative Ideen. Die neuen Möbel wurden nach einigen Wochen gebracht, in denen auf der Baustelle gesägt, gehämmert, geschraubt und gemalt wurde. Dazu wurden einige Wohnungsauflösungen besichtigt, einige moderne Stücke zu günstigem Kosten ersteigert und auch direkt zugestellt. Die Schränke, Kästen sowie das Sofa konnten schnell und einfach ins Wohnstudio getragen werden, da es sich im Parterre befindet.

Die Planung für die Eröffnungsfeier des neuen Studios wurde direkt beim ersten Kaffee und Plätzchen im nagelneuen Studio geplant. Die Eröffnungsfeier ist allerdings nicht für Jedermann vorgesehen, sondern man will naturgemäß die geeignete Zielgruppe dafür ansprechen und die muss erst einmal ausgewählt werden. Hübsche Flyer zu erstellen, ist dieser Tage ja nicht mehr schwer. Dazu gebraucht man buntes Druckerpapier, einen Drucker und jemanden, der etwas Einfallsreichtum hat und im Umgang mit dem Computer sich als gekonnt erweist. Im Nu war der Faltprospekt erstellt. Die Zielgruppe wurde dann rasch mit Informationen versorgt: Flyer wurden aufgelegt, aufgehängt, verteilt und verschickt. Die ersten Neugierigen kamen schon vor der Eröffnungsfeier, denn die Baustelle war bekannt geworden. Sie waren vom Wohnstudio angetan. Egal welcher Altersgruppe man angehört, im neuen Wohnstudio werden Ideen ausgetauscht, kreative Gespräche geführt und neue Kontakte und Freundschaften geknüpft. Das Studio ist zu einem Treffpunkt für junge und alte schöpferische Personen geworden. Ein Gutes hat das Studio auf jeden Fall: Es werden eine große Anzahl neue Aktionen losgetreten, die man sich zu Beginn eines Zusammentreffens gar nicht ausmalen konnte.

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