Waschmaschinen sind nicht mehr wegzudenken

Heutzutage sind sie aus unseren Haushalten nicht mehr wegzudenken: die Waschmaschinen. Nicht nur um Kleidung von Schmutz zu befreien, sondern ebenfalls zur Reinigung und zum Kolorieren von rohen Fasern, Stoffen und Garnen werden sie gebraucht. Bereits im 18. Jahrhundert erfand Jacob Schäffern, ein Theologe aus Regensburg, die Rührflügelmaschine, die sozusagen der Prototyp der ersten Waschmaschinen war. Bis zu jenem Zeitpunkt war das Waschen anstrengende Handarbeit, woraus sich ein eigener Berufsstand – der der Wäscherin – entwickelt hatte.

Die sogenannte Trommelwaschmaschine, die in ihrem Aufbau bereits absolut den heute üblichen Waschmaschinen ähnelte, wurde in 19. Jahrhundert erfunden. Anhand einer Kurbel konnte man die Trommel, die in einem Bottich liegen angebracht war, drehen. Die Wäsche wurde zum Waschen durch eine Öffnung an der Seite in die Trommel gelegt. Es war ein enormer Fortschritt und machte den Beruf der Wäscherinnen leichter, weil sie ihre Arbeit nun ein wenig leichter wurde, obwohl die Trommel noch mit der Hand bewegt werden musste. Zu jener Zeit betrachteten viele die neue Technologie der Waschmaschinen eher mit Misstrauen, aus diesem Grund wurden sogenannte Probewaschtage veranstaltet, um der Bevölkerung die neuen Waschmaschinen vorzustellen. Zahlreiche Interessenten versammelten sich im Freien und ließen sich die neue Maschine darbieten, deren Technologie stark angepriesen wurde. Man konnte nun dank der neuen Bauweise der Maschine, mehr Wäsche in einem kürzeren Zeitabschnitt waschen. Des Weiteren schonte das Gerät die Wäsche, die nun länger getragen werden konnte.

Der Traditionshersteller Miele brachte um 1900 erste Waschmaschinen heraus, die auf dem Prinzip der schon existierenden Buttermaschinen beruhten. Es dauerte noch gute 50 Jahre, bis man endlich die erste vollautomatische Waschmaschine kaufen konnte. Diese allerersten Geräte kosteten reichlich Geld und kaum jemand konnte es sich leisten. Dann hatten tüchtige Geschäftsleute die Idee, die Waschmaschinen an private Haushalte zu vermieten und der erste Waschsalon entstand. Stets noch werden diese Salons benutzt, vor allen Dingen dann, wenn vieles oder großes zu waschen ist. Anfang der 70er Jahre wurden die Waschmaschinen dann ebenfalls für den privaten Gebrauch bezahlbar und etliche Leute kauften sich ein solches Gerät. Nun war jeder moderne Haushalt mit einer Waschmaschine versehen.

Die sogenannte „Waschkrise“ in der Mitte der 80er Jahre brach aus, weil die Maschinen ausgesprochen viel Strom verbrauchten und die Phosphate in den Waschmitteln zur Umweltbelastung wurden. Man erfand neue Waschmaschinen, die Strom sparten und damit erheblich umweltfreundlicher als die alten Modelle waren. Phosphate, die nicht abbaubar sind, wurden verboten. Am meisten ist mittlerweile die Form der Trommelwaschmaschinen verbreitet, deren Trommel sich um eine horizontale Achse dreht. Man nennt die Maschinen Toplader oder Frontlader, abhängig davon, wo man die Wäsche in das Gerät einfüllt. Ein Toplader ist an der oberen Seite der Maschine zu öffnen, ein Frontlader wird im Gegensatz dazu an der vorderen Seite durch das Bullauge befüllt. Die günstigeren Modelle unter den Waschmaschinen sind die Frontlader, wobei die Toplader den Vorzug haben, dass das Bullauge nicht undicht werden kann.

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